Turnfahrt 2026 – Die 7 Churfirsten? Fast geschafft!

Linda Streiff

Am Samstag, 19. September, hiess es für uns: Wanderschuhe an, Rucksack auf und los Richtung Chäserrugg! Bei traumhaftem Herbstwetter starteten wir frühmorgens beim RSH-Parkplatz. Bis auf den Iltios liessen wir uns noch gemütlich von der Bahn chauffieren, danach war Schluss mit lustig und die eigenen Beine mussten ran.

Zur Auswahl standen zwei Wandervarianten: streng und etwas weniger streng. Wobei das mit der Auswahl nicht bei allen auf Anhieb funktionierte. Eine Gruppe marschierte nämlich voller Überzeugung der anderen hinterher. Irgendwann dann die Erkenntnis: «Ähm… mir müend glaub gar nöd da dure!» Schlussendlich haben wir alle wieder zusammengefunden und niemand musste von der Rega eingesammelt werden.

Unterwegs stellte sich natürlich die alles entscheidende Frage: Wie viele der sieben Churfirsten haben wir jetzt eigentlich geschafft? Nach eingehender Beratung kamen wir zum Schluss: Nicht ganz alle – aber gefühlt mindestens acht!

Oben angekommen war die Anstrengung schnell vergessen. Die Aussicht war schlicht der Hammer! Für etwas Verwirrung sorgten dann allerdings die Swissair-Sitze mitten auf dem Berg. Unsere Theorien reichten selbstverständlich direkt bis zum Flugzeugabsturz. Die Wahrheit war etwas unspektakulärer: Ein Airbus der damaligen Swissair trug den Namen «Chäserrugg».

Nach so viel Bewegung war klar, jetzt muss gegessen werden. Im Bergrestaurant gönnten wir uns ein feines Schlemmer-Menü à la carte mit Aussicht, schliesslich muss man die mühsam verbrannten Kalorien möglichst zeitnah wieder auffüllen.

Danach ging es noch auf die Panoramarunde rund um den Chäserrugg. Offiziell natürlich wegen der wunderschönen Aussicht. Inoffiziell vielleicht auch, um wieder etwas Platz für den Dessert zu schaffen.

Nach kurzer Bahnfahrt sind wir wieder beim Iltios angekommen dort wartete die wohlverdiente Belohnung Schlorzifladen und Wyberkafi! Denn sind wir ehrlich, genau dafür geht man doch wandern.

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Bei der Talfahrt zeigte uns dann die Standseilbahn, dass man auch ohne Wandern den Puls nochmals ordentlich in die Höhe bringen kann. Mit einem etwas gar motivierten Ruck setzte sie sich in Bewegung und bei der einen oder anderen rutschte das Herz kurz bis in die Wanderschuhe.

So ging eine rundum gelungene Turnfahrt mit Sonne, Höhenmetern, kleinen Umwegen, viel Gelächter, feinem Essen und einem kurzen Bahn Schreck zu Ende.

Die sieben Churfirsten haben wir nicht ganz geschafft, aber fast. Und was wir an Gipfeln ausgelassen haben, haben wir kulinarisch locker wieder aufgeholt!

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