Vom 3. bis 4. Oktober 2026 begaben sich 15 Turnende auf die alljährliche Turnfahrt des Turnvereins Benken. Unter dem Motto «Auf den Spuren der Schweiz» luden die Organisatoren Rico Steiner und Simon Eberhard zu einem abwechslungsreichen Wochenende ein. Dass die Turnfahrt vor allem der Geselligkeit und dem Teamgeist dient, zeigte bereits das vielseitige Programm.
Am frühen Samstagmorgen ging es mit dem Zug und leichtem Gepäck von Benken Richtung Brunnen. Dort wurde das grössere Gepäck deponiert, bevor die Reise mit einem Tagesrucksack und dem Schiff zum Rütli weiterging. Dass einige Mitglieder noch nie auf dem Rütli gewesen waren, erstaunte den Präsidenten. Deshalb führte er auf der Rütliwiese kurzerhand eine kleine Geschichtsstunde mit anschliessender Fragerunde durch.
Nach dem obligatorischen Gruppenfoto und den dazugehörigen turnerischen Einlagen begann die Wanderung. Die wenigen Höhenmeter von rund 520 Metern wurden direkt zu Beginn in Angriff genommen. Dabei machte sich bei einigen bereits der Muskelkater vom SC-Match des Vortages bemerkbar. Nach dem kurzen Aufstieg und dem immer lauter werdenden Gejammer eines Organisators über die «ach so strenge Wanderung» erreichte die Gruppe mit dem Seelisberg den höchsten Punkt der Wanderung.
Kurz darauf folgte das Mittagsziel: die Marienhöhe mit ihrem Rastplatz. Bei wunderschöner Aussicht auf den Urnersee wurden der «Gipfelwein», oder eher der «Hügelwein», sowie das Mittagessen genossen.
Dass nicht nur Turnende Saltos in luftiger Höhe beherrschen, wurde den Teilnehmern eindrücklich von einem Slackliner vorgeführt, der seine Kunststücke schätzungsweise 200 Meter über dem Boden auf einem Seil präsentierte.
Der anschliessende Abstieg nach Bauen erfolgte unter leichtem Zeitdruck und brachte nicht nur die Turnenden, sondern vor allem deren Knie gehörig ins Schwitzen. Dass sich die Eile lohnte, zeigte die verbleibende Zeit bis zur Schiffabfahrt, die für eine erfrischende Abkühlung im See genutzt wurde.
Mit dem Schiff ging es zurück nach Brunnen und anschliessend weiter ins Hotel nach Arth-Goldau. Nach einer kurzen Erholungs- und Schönheitsphase für den Abend stand bereits der nächste Programmpunkt an: die altehrwürdige Steiner Chilbi in Steinen.
Das Unterhaltungsprogramm liess wohl jedes Turnerherz höherschlagen. Von Ländlermusik mit den «Rusch-Büeblä» bis hin zu mehreren Bars war alles vertreten. So wurde bis tief in die Nacht Disco-Fox getanzt oder an der Bar die letzte Runde eingeläutet. Mit dem Taxi nach Hause zu fahren, ist für die meisten nichts Besonderes. Speziell wird es allerdings dann, wenn um vier Uhr morgens ein in der Innerschweiz wohnhafter Benkner die Turnenden zurück ins Hotel chauffiert.
Nach einer kurzen Nacht verschoben die Turnenden am Sonntagmorgen um 8 Uhr von Arth-Goldau nach Einsiedeln. Das Katerfrühstück, oder besser gesagt der Brunch, wurde in der Milchmanufaktur Einsiedeln eingenommen. Anfangs noch etwas zurückhaltend, tauten die müden Turnenden im Verlauf des Morgens langsam auf. Die Bedienung namens Helga hatte dabei immer mehr zu tun, und so wurde der Zapfhahn bereits am Sonntagmorgen eingeweiht.
Nach dem reichhaltigen Brunch stand mit der Urban-Golf-Tour durch Einsiedeln der letzte Programmpunkt auf dem Programm. Ausgerüstet mit Schlägern und Bällen machten sich die Teilnehmenden auf den Weg durch das Dorf.
Die gezeigten Leistungen bewegten sich zwischen beeindruckender Präzision und mutiger Improvisation. Eine Gruppe musste ihre Runde allerdings vorzeitig beenden, nachdem ein Mitspieler dem Schläger eines Teamkollegen etwas zu nahe gekommen war. Man munkelt noch heute, dass es für den besagten Golfer wohl nie für die Platzreife reichen wird. Die grösste Herausforderung war dabei nicht die Distanz zum Ziel, sondern die korrekte Vorhersage der Flugrichtung des Balls.
Nach dem dann die restlichen Teilnehmer alle Posten absolviert hatten, ging es mit dem Zug zurück nach Benken.
Damit ging eine weitere wunderschöne Turnfahrt mit vielen lustigen Erlebnissen, tollen Gesprächen und unvergesslichen Momenten zu Ende. Ein grosses Dankeschön geht an die beiden Organisatoren Rico Steiner und Simon Eberhard, die ein abwechslungsreiches und bestens gelungenes Wochenende auf die Beine gestellt haben.